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Die  Geschichte der Ortschaft Meseberg

In das Licht der Geschichte rückt der Ort 1040, als Ekbert von Hertbike und Meseberg in einer alten sächsischen Chronik genannt wird.

Später nannte sich das Geschlecht nur noch „von Meseberg“ und hat im Ort etwa 150 Jahre geherrscht. Sprösslinge des Geschlechts gründeten Meseberg im Kreis Osterburg und Meseberg im Kreis Gransee. Das Dorf geht 1197 an den Grafen von Grieben über, der Klostervogt in Groß Ammensleben und Hillersleben war und im Ort die Griebenburg erbaute.

Im 30jährigen Krieg kam Meseberg glimpflich davon, da es nicht an den großen Heerstraßen lag. Geraubt, geplündert und getötet wurde aber trotzdem. Im Jahre 1650 wohnten im Ort noch 22 Familien, die Höfe waren verwaist, die Pest hatte das Übrige getan.

1681 begann für das Dorf die Brandenburgische Zeit. Das Dorf erholte sich langsam und wuchs zu einem ansehnlichen Bauerndorf heran.

Im Jahre 1792 wohnten schon wieder 491 Seelen im Ort. Die Bewirtschaftung der Felder erfolgte in der 3-Felderwirtschaft. Die Höfe waren eng aneinandergeschachtelt, Scheunen und Ställe klein, die Wohnhäuser einstöckig und aus Fachwerk, das Leben der Einwohner ärmlich, schlicht und einfach.

In der Zeit von 1800 bis 1850 stieg die Einwohnerzahl auf 604 Seelen. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit dem Beginn der Torfzeit. Nördlich des Dorfes wurde Torf gestochen, die Bauern wurden reich, den Zugezogenen brachte der Torfstich Arbeit und Brot.

In den nächsten 50 Jahren treten im Ort in den Besitzverhältnissen und der sozialen Zusammensetzung der Bevölkerung entscheidende Veränderungen auf. Es beginnt nun das Sterben der kleinen Bauernwirtschaften, der Kossathen. Dafür entstehen jetzt die großen Bauernhöfe mit geräumigen Scheunen und Ställen und den protzigen Wohnhäusern. Meseberg wird ein reiches Bauerndorf.

Neben der Landwirtschaft wird in dieser Zeit auch immer mehr der Wald zur Erwerbsquelle der Menschen. Täglich radeln viele Waldarbeiter in den Forst und finden dort besonders im Winter Arbeit und Brot.

Im Grunde bleibt Meseberg ein Bauerndorf, davon künden auch 3 Windmühlen, die an den Außenrändern des Dorfes ihre Flügel drehten, heute aber nur noch Ruinen sind.

Der 2. Weltkrieg und die Nachkriegszeit bringen große Veränderungen im Dorf. Viele Flüchtlinge aus den Ostgebieten und dem Sudetenland strömen ins Dorf, die Einwohnerzahl steigt auf 900 Seelen, jede kleine Wohnmöglichkeit wird genutzt.

In der Landwirtschaft vollzieht sich ein grundlegender Wandel durch den Übergang zur sozialistischen Landwirtschaft, die mit viel Propaganda betrieben, von den meisten Bauern aber skeptisch betrachtet wird. Die Erträge auf den Feldern und in den Ställen werden zwar gesteigert, aber es beginnt der Verfall des Bauernstandes, der Verfall vieler Höfe. Wenn auch die Wende 1989 grundlegende politische Veränderungen brachte, der Verfall der Landwirtschaft und das Sterben des Bauernstandes geht weiter.

Arbeit finden die Menschen irgendwo draußen in der Industrie oder Wirtschaft. Sie kommen nur noch zum Schlafen in das Dorf. An den Straßen wird viel erneuert, fast jeder Haushalt besitzt ein Telefon, im ganzen Dorf wurden Erdgasleitungen verlegt, fast jede Familie besitzt 1 oder mehrere Autos, den meisten Menschen geht es gut.

Im Jahr 2002 hatte Meseberg seine 850-Jahr-Feier. Sie basiert auf die Ortserwähnung in einer Schenkungsurkunde im Jahre 1152 an das Kloster Hillersleben. Hier gibt es weitere Informationen zu diesem Ereignis.

Gegenwärtig leben in der Gemeinde ca. 450 Einwohner. Gute kulturelle und sportliche Aktivitäten gehen vom gemischten Chor, dem Karnevalsverein und dem Sportverein aus.



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